Drei Lewinskys – drei Bücher

Anfang September übernehmen die Lewinskys endgültig den Büchermarkt. Drei Mitglieder unserer Familie haben Bücher geschrieben, - und die erscheinen nun zufällig alle zur gleichen Zeit, wenn auch bei drei verschiedenen Verlagen. Meine Frau Ruth publiziert zusammen mit Ursula Hohler bei Woerterseh einen Gedichtband: „Poetische Seufzer / Aus dem Tal der Füchsin“. Ich kann versprechen: Sie ist nicht nur ein ganz bezauberndes Wesen, sondern sie schreibt auch ganz bezaubernde Verse! Meine Tochter Tamar gibt bei Oldenbourg die Anthologie „Unterbrochenes Gedicht“ heraus, eine Sammlung von Gedichten und Prosatexten, die zwischen 1945 und 1949 von jiddischen Autoren in Deutschland verfasst wurden. Ja, und mein „Gerron“ kommt dann auch in die Buchhandlungen. Dort können sich dann ja die drei Bücher nachts aus den Regalen stehlen und ein kleines Familientreffen abhalten…

D’Not màcht ärfenderisch

Wissen Sie was das heisst? Oder wenigstens, was für eine Sprache es ist? So nennt sich der Easterman-Schwank „Not macht erfinderisch“ auf Elsässisch. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Dialoge in diese Sprache anhören. Und ob die Zuschauer auch in Mulhouse über die Verwicklungen lachen. Aber am meisten interessiert mich doch die Antwort auf die Frage: Wie hat ein elsässischer Theaterverein dieses Stück entdeckt?

Ein ganz gewöhnlicher Jude

Das Theaterstück „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ ist gerade in einer französischen Fassung mit dem Titel „Un juif tout à fait ordinaire“ erschienen. Da im Dialog die Juden in Deutschland mit den fast ausgerotteten Breitmaulnashörnern verglichen werden, zeigt das Titelbild dieses selten gewordene Tier. Natürlich mit einer Kippa auf dem Kopf – schließlich geht es um Juden.

Da Capo

Der „A-Quotient“ ist gerade wieder mal in einer neuen Ausgabe erschienen (wenn ich richtig gezählt habe, ist es die vierte) und zwar in der neuen Reihe AZUR bei Zweitausendeins.
Zum ersten Mal in einer Taschenbuchgröße, die auch tatsächlich in die Tasche passt. Die anderen Autoren dieser Reihe sind Katherine Mansfield, Joachim Ringelnatz und Thomas de Quincey. Da ist man doch in guter Gesellschaft.

Rudolstadt

Am Theater Rudolstadt hatte „Freunde, das Leben ist lebenswert“ in einer Inszenierung von Alexander Stillmark und im Bühnenbild von Volker Pfüller Premiere. Ich muss zugeben, dass ich zuerst recht irritiert war, als ich erfuhr, dass der Regisseur beschlossen hatte, die Rollen von Fritz Löhner-Beda, Fritz Grünbaum und Hermann Leopoldi mit Frauen zu besetzen. Aber der große Erfolg, den diese ungewöhnliche Konzeption bei der Premiere hatte, gab dem Regisseur mehr als recht. Wer sich selber einen ganz kurzen Eindruck von der Inszenierung verschaffen will,
kann das hier tun:
www.tlz.de
Und die ersten Kritiken finden Sie auf
www.www.theater-rudolstadt.com

Gipfelkonferänz

Zur Monatslieder-Tournee mit Jacob Stickelberger ist jetzt bei „Gold Records“ auch eine CD erschienen. Und die Auftritte machen uns beiden nach wie vor großen Spaß. Den Zuschauern scheint es übrigens gleich zu gehen. Obwohl rein optisch nicht gerade viel geboten wird. Zwei ältere Herren, die den ganzen Abend auf denselben Barhockern sitzen, sind keine ausgesprochene Ausstattungsrevue. Auch wenn einer von ihnen eine Gitarre hat. Und der andere einen Notenständer. Aber es hat sich gezeigt, dass das Duell von Liedern und Gedichten die Leute gut unterhält. Vielleicht, weil in unserem Programm das Wort im Mittelpunkt steht, und nicht unsere persönliche Attraktivität. Von der zwei ältere Herren auf Barhockern nicht allzu viel zu bieten haben.

Wer die „Gipfelkonferänz“ gern engagieren möchte, tut das am besten über die Agentur Witka www.witka.ch. Dort koordiniert Jörg Schürch unsere Termine.



Letzte Aktualisierung: September 2010
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