Mein allererstes Theaterstück hieß ...
Zur Einführung
Mein allererstes Theaterstück hieß „Das offene Tor“. Ich war damals sechzehn, und das Stück war so voll pubertärem Überschwang, dass man als Zuschauer automatisch Akne bekam. Aber es wurde tatsächlich gespielt, und zwar im Rahmen des Jugendtheaters Rosmarie Metzenthin (www.metzenthin.ch)
, wo ganze Generationen von Zürcher Kindern mit dem Theaterbazillus infiziert wurden. Ich erlebte zum ersten Mal die süchtig machende Panik eines Autors an seiner Premiere und bin spätestens seit jenem Tag dem Theater verfallen.
Das erste Stück, das an einem richtigen Theater gespielt wurde – ich hatte schon das reife Alter von neunzehn Jahren erreicht – war eine Bühnenfassung von Grimms „Gestiefeltem Kater“. Der Intendant des Stadttheaters Luzern wählte meine szenische Bearbeitung natürlich nicht wegen ihrer überlegenen dramaturgischen Qualitäten unter hundert anderen aus, sondern weil man mir als blutigem Anfänger weniger Tantiemen bezahlen musste. Es wäre mir aber auch egal gewesen, wenn ich es gemerkt hätte. Ich wollte gespielt werden; nur darauf kam es mir an.
Und dann – abgesehen von zwei deutschen Übersetzungen von Gilbert and Sullivan-Operetten am Staatstheater Kassel – dauerte es einige Jahre, bis mein Name wieder einmal als Autor auf einem Theaterzettel stand.
Unterdessen ist die Liste von Theatertexten ganz schön lang. Und dazu kommen noch die Produktionen, an denen ich gemeinsam mit anderen Autoren gearbeitet habe, zum Beispiel zwei Winnetou-Stücke für die Karl May-Festspiele Bad Segeberg mit meinem Freund Siegi Ostermeier, oder die „Abdankung“ mit Patrick Frey fürs Casinotheater Winterthur.
